Πέμπτη 8 Οκτωβρίου 2026

Ομιλία Μητροπολίτη Γερμανίας Αυγουστίνου στη Βράβευση του Markus Söder

Η Ορθοδοξία ανήκει στη Βαυαρία»: Η ομιλία του Μητροπολίτη Αυγουστίνου για την παρασημοφόρηση του Markus Söder

«Ένας ηγέτης με τρία ορθόδοξα ονόματα και μια ουσιαστική προσφορά στην Εκκλησία μας»: Με αυτά τα λόγια, η Ενορία των Αγίων Πάντων Μονάχου υποδέχθηκε τη βράβευση του Πρωθυπουργού της Βαυαρίας, Dr, Markus Söder, με τον Χρυσό Σταυρό Πρώτης Τάξεως της Μητροπόλεως Γερμανίας.

Στην ομιλία του, ο Σεβασμιώτατος Μητροπολίτης κ. Αυγουστίνος συνέδεσε τα ονόματα Μάρκος, Θωμάς και Θεόδωρος με την ευθύνη της ηγεσίας, την οικολογική συνείδηση και την αναγνώριση του ρόλου των Ορθοδόξων Χριστιανών στη Βαυαρία. Ακολουθεί το πλήρες κείμενο της προσφώνησης: Στο τέλος της ομιλίας δημοσιεύουμε μια σύντομη περίληψη στα ελληνικά.

Metropolit Augoustinos von Deutschland - Exarch von Zentraleuropa

Ansprache bei der Verleihung des Goldenen Kreuzes Erster Klasse an den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder, MdL
 
 
Verehrte Festversammlung!

Ich habe mir sagen lassen, dass Ministerpräsident Söder, den wir heute ehren, über ein Alleinstellungsmerkmal verfügt, das ihn von allen anderen Regierungschefs der deutschen Bundesländer unterscheidet. Ich meine damit nicht irgendwelche politischen oder sonstigen Fähigkeiten, sondern die heutzutage doch eher seltene Tatsache, dass jemand drei Vornamen hat. Markus Thomas Theodor Söder ist sein vollständiger Name, was mich als orthodoxen Theologen besonders freut. Schließlich handelt es sich um drei sehr orthodoxe, ja sogar griechische Vornamen, was heutzutage ebenfalls eher selten anzutreffen ist. Dazu kommt, dass jeder dieser drei Namen eine theologische Aussage beinhaltet. Ich weiß, dass für Sie als evangelischer Christ, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, der Namenstag nicht die gleiche Bedeutung hat wie bei uns Orthodoxen. Trotzdem darf ich an dieser Stelle kurz auf die Bedeutung dieser drei Namen und jener Aspekte des christlichen Lebens eingehen, für die sie stehen. Dabei ist mir durchaus bewusst, dass Sie ihre politische Agenda nicht anhand einer Namenswahl, die vermutlich Ihre Eltern getroffen haben, formulieren. Dennoch bin ich der Auffassung, dass es – wie so häufig – durchaus einen Zusammenhang zwischen dem Namen und der Person gibt.

Der Apostel und Evangelist Markus ist durch seine starke Ausrichtung auf die Passion Jesu geprägt. Das gesamte Markusevangelium ist bekanntlich auf das Leiden und Sterben des Herrn fokussiert. Man hat es deshalb auch als eine „Passionsgeschichte mit ausführlicher Einleitung“ bezeichnet. Die Auferstehung Jesu ist dabei der theologische Höhepunkt, selbst wenn man in der ursprünglichen Version dieses Evangeliums den auferstandenen Jesus noch gar nicht physisch sieht.

Für diese Begegnung mit dem Auferstandenen steht dann Thomas, dem wir in meiner Kirche manchmal Unrecht tun, wenn wir ihn immer nur als den „ungläubigen Thomas“ bezeichnen. Die besondere theologische Botschaft des Apostels Thomas ist nämlich das tiefste christliche Bekenntnis zur göttlichen Natur Jesu: Er begegnet dem Auferstandenen und ruft aus: „Mein Herr und mein Gott!“ Dass also ehrlicher Zweifel nicht identisch mit Unglauben ist, sondern letztendlich zum wahren Glauben führen kann, ist das bleibende Vermächtnis des Thomas. Dieser Glaube ist es, der Thomas in Bewegung setzt; er wird der Überlieferung nach zum Apostel und Missionar.

Bleibt noch der dritte Name: Theodor! Kein Apostelname, aber ein in orthodoxen Kreisen überaus beliebter Name. In unserem Heiligenkalender taucht er – sage und schreibe – 32 mal auf. Der Grund dafür liegt natürlich in der Bedeutung des Namens, der im Griechischen „Gottesgeschenk“ bedeutet. Ich interpretiere diesen Namen folgendermaßen: der Betreffende versteht sich als von Gott geschenkt und als von Gott beschenkt. Eine solche Einstellung verändert dann den Blick auf die Welt. Sie selbst, Herr Ministerpräsident, haben es einmal so formuliert: „Die Bewahrung der Schöpfung ist unser Auftrag. Wir müssen unseren einzigartigen Naturraum bewahren.“ Diese Einstellung bezeichnet der Ökumenische Patriarch Bartholomaios übrigens als „eucharistische Lebensweise“ und meint damit die dankbare Annahme der Schöpfung, die in ihrer Beziehung zum Schöpfer gesehen wird.
Soweit zu den drei programmatischen Vornamen. Aber natürlich haben wir Sie, sehr geehrter Herr Ministerpräsident, nicht wegen Ihrer drei Vornamen ausgezeichnet. Und die Verleihung des Goldenen Kreuzes Erster Klasse der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland ist auch keine Heiligsprechung. Der Grund für diese Ehrung ist vielmehr der tiefempfundene Dank der orthodoxen Christinnen und Christen im Freistaat Bayern für Ihr jahrelanges Engagement für unsere zahlenmäßig kleine, allerdings im Wachsen begriffene Bevölkerungsgruppe.

Sie haben die Bedeutung jener – in Anführungszeichen! – „sonstigen Religionsgesellschaften“, wie sie in den Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik genannt werden, in diesem Fall der orthodoxen Christinnen und Christen, erkannt und in Ihre politische und gesellschaftliche Agenda einbezogen. In Abwandlung eines bekannten Politikerwortes könnte man Ihnen ohne Weiteres die Worte „Die Orthodoxie gehört zu Bayern!“ in den Mund legen, ohne Ihr eigenes politisches Credo zu verfälschen.

Vier der Mitglieder unserer Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) haben ihren ständigen Sitz in Bayern. Weitaus mehr als die im letzten Mikrozensus ermittelten 116.000 orthodoxen Bewohnerinnen und Bewohner Bayerns gehören inzwischen der orthodoxen Kirche an. Denn die Koordinationsstelle für den orthodoxen Religionsunterricht in Bayern schätzt aufgrund der Zahlen des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus allein die Zahl orthodoxer Schülerinnen und Schüler im Freistaat auf über 90.000. In Bayern gibt es 110 orthodoxe Kirchengemeinden unterschiedlicher Gottesdienstsprache, in denen unsere Gläubigen kirchlich betreut werden. In ganz besonderer Weise ist es jedoch die Ausstrahlung der Orthodoxen Theologie an der LMU München, die eine bleibende, ja sogar zunehmende Bedeutung für den Freistaat und ganz Deutschland hat. Dies erkannt zu haben, verbindet Sie, verehrter Herr Ministerpräsident, übrigens mit Ihrem politischen Vorbild Franz Josef Strauß, der mir dies seinerzeit des Öfteren gesagt hat.

Die orthodoxe Kirche in diesem Land, die man gerne als altehrwürdig bezeichnet und die gleichzeitig den Status einer jungen Kirche hierzulande für sich beansprucht, hat ein Zukunftspotential, das Sie, Herr Dr. Söder, erkannt haben. Nachdem der Grundsatz „cuius regio, ejus religio“ („Wessen Gebiet, dessen Religion“), der bekanntlich in Bayern erfunden wurde, seine Gültigkeit verloren hat, gestaltet sich das Verhältnis zwischen Staat und Kirche beziehungsweise Religionszugehörigkeit anders. Neue Visionen sind gefragt und neue Politiker ebenfalls. Einen solchen neuen Politiker ehren wir heute in ihrer Person, lieber Herr Söder, und wünschen Ihnen weiterhin eine glückliche Hand in Bayern und für ganz Deutschland.

Sie empfangen heute die höchste Auszeichnung, die unsere Kirche zu vergeben hat. Nicht von ungefähr ist sie nicht eine Anstecknadel, ein Orden oder eine Medaille, sondern ein Kreuz, das für Passion und Auferstehung steht. Damit sind Sie berufen, als Markus auch in Zukunft Zeuge dieser Passion und Auferstehung Jesu Christi zu sein, als Thomas aus diesem Glauben heraus zu handeln und als Theodor Ihre Regierungszeit in eucharistischer Lebensweise zu einem Gottesgeschenk für unser Land werden zu lassen.

Herzlichen Glückwunsch! 

(München, 8. Oktober 2026)

Ακολουθεί μια συνοπτική περίληψη της ομιλίας του Σεβασμιωτάτου Μητροπολίτη Γερμανίας:

Ο Μητροπολίτης ξεκινά επισημαίνοντας την ιδιαιτερότητα των τριών βαπτιστικών ονομάτων του Πρωθυπουργού της Βαυαρίας (Μάρκος, Θωμάς, Θεόδωρος). Συνδέει το κάθε όνομα με βασικά ορθόδοξα και χριστιανικά μηνύματα: τα Πάθη και την Ανάσταση (Μάρκος), την ομολογία πίστης μέσα από την αναζήτηση (Θωμάς), καθώς και την ευγνώμονα στάση απέναντι στη Δημιουργία ως «θείο δώρο» (Θεόδωρος).

Διευκρινίζει ότι η απονομή του Χρυσού Σταυρού Πρώτης Τάξεως αποτελεί έκφραση βαθιάς ευγνωμοσύνης της Ορθόδοξης Κοινότητας στη Βαυαρία για την έμπρακτη στήριξη του Πρωθυπουργού. Τονίζει ότι ο Μάρκους Σαίντερ αναγνώρισε την ουσιαστική παρουσία και την αύξηση του ορθόδοξου πληθυσμού στο κρατίδιο, εντάσσοντας τις ανάγκες του στην πολιτική του ατζέντα.

Γίνεται αναφορά στα στατιστικά στοιχεία της παρουσίας των Ορθοδόξων (πολύτεκνες οικογένειες, μαθητές που παρακολουθούν ορθόδοξο θρησκευτικό μάθημα, ενορίες), αλλά και στον κομβικό ρόλο που διαδραματίζει η Τμήμα Ορθόδοξης Θεολογίας στο Πανεπιστήμιο του Μονάχου (LMU).

Ο Μητροπολίτης καταλήγει σημειώνοντας ότι στη σύγχρονη εποχή οι σχέσεις Κράτους και Εκκλησίας απαιτούν νέες οράσεις και ηγέτες. Εύχεται στον Πρωθυπουργό να συνεχίσει το έργο του με σύνεση, φέροντας τον Σταυρό όχι απλώς ως παράσημο, αλλά ως πνευματική πυξίδα για την διακονία του.

Περισσότερες λεπτομέρειες για την εκδήλωση ΕΔΩ

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